Chronik

Eingebettet zwischen der Gera und dem Walschberg liegt der Ort Walschleben. Geprägt wird das Bild des Ortes durch zahlreiche historische Hofstätten, die von sehr alter landwirtschaftlicher Tradition zeugen.
 

 

 


3. und 4. Jh. Entstehung des Thüringer Volkes

um 300
Ansiedlung des Mönches Walo im Gebiet unseres heutigen Ortes (... in wild- und fischreicher Gegend, am Fuße des heutigen Walschberges)

973
Erste urkundliche Erwähnung Walschlebens ( Im Schenkungsverzeichnis des Klosters Fulda wird zur Zeit Karls des Großen, der Ort Waischesleba bzw. Wallesleba aufgezählt.)

1263
Erste urkundliche Erwähnung der “Blauen Spitze” als Weinanbaugebiet

1322
Erste große Pest in Walschleben. Zitat auf der alten Kirchglo>1370
Verkauf Walschlebens an die Stadt Erfurt durch die Grafen vin Gleichen.

1495
Grundsteinlegung beim Bau der St. Cruzius Kirche, da die alte Kirche durch Kriegseinwirkungen zerstört worden war.

1497
Weihe der St. Cruzius Kirche. Erster evangelicher Geistlicher in Walschleben war Ludericus Platzius, Rektor der Erfurter Universität.

Ende 15.Jh.
Erwähnung der Vogtei Walschleben mit den Orten Elxleben, Andisleben und Dachwig.

1518
Zerstörung von 16 Gebäuden durch Brandpfeile. Aufgrund einer Privatfehde zwischen Asmus von Buttlar und der Stadt Erfurt.

1648
In Auswirkung des 30-jährigen Krieges gab es in Walschleben von ehemals 305 Häusern nur noch 44.

1653
In Walschleben gab es 483 Weingärten. Es wurde Hanf, Flachs und Anis angebaut, sowie Waidbau betrieben.

1683
Zweite große Pest in Walschleben.

1790
Ausschnitt aus dem Etat des Landes über Walschleben:

in Walschleben leben:
197 Männer und Witwer
185 Weiber
49 Witwen
230 Söhne
148 Töchter


man besaß:
70 Weinberge
70 Pferde
186 Holzungen
318 Kühe
70 Viehweiden
777 Schafe
212 Gebäude davon 1 Mädchen-und 1 Knabenschule
12 Schweine
1 Huhn


1807
Verelendung der Landbevölkerung, durch Einnahme von Erfurt durch Napoleon, mitsamt des gesamten Landbesitzes

1869
Beginn des Baus der Eisenbahnstrecke Erfurt - Nordhausen

1873
Bau der Zuckerfabrik Walschleben

1913
Beitritt zum Geraverein im Zuge der Gründung von Heimatvereinen

1945
Befreiung Walschlebens durch die Amerikaner

1990
Erster frei gewählter Bürgermeister seit 1933 Volker Friedrich